Als Kind lebte ich auf einer riesigen Farm in Australien mit 100000 Schafen und vielen Pferden. Mein Vater kaufte verdorbene und kranke Pferde, die er korrigierte, wieder aufpäppelte und dann später verkaufte. Ich erinnere mich noch gut daran, dass bei uns Zuhause zuerst die Pferde und danach die Menschen kamen (was für die Familie nicht immer leicht war). Bereits 5jährig ritt ich mit meinen Brüdern morgens 6 Meilen in die Schule und am späten Nachmittag wieder zurück nach Hause.
Nachdem ich mit 7 Jahren nach Deutschland gekommen war, tat sich für mich hier eine völlig andere Welt auf, die sich sehr von meinem bisherigen Leben in Australien unterschied. Eine Zeitlang hatte ich dann nur wenig Kontakt zu Pferden, aber als Jugendlicher erwachte dieses Interesse wieder. Ich konnte jedoch
mit den Bildern, die ich damals im
ländlichen Raum auf der reiterlichen
Ebene sah, wenig anfangen. Mit
Anfang 20 kaufte ich mir dann
3 Araberjährlinge, die bei mir auf
einem Hof im Landkreis Celle lebten.
Jahrelang kannte ich so gut wie
niemanden, mit dem ich mich
reiterlich hätte austauschen können.
Auf die Pferde bezogen lebte ich in
einer isolierten Welt. So begann ich
aus meinem Inneren heraus und
autodidaktisch die Jährlinge zu erziehen.